Bernward Beyerle

Bernward Beyerle war Regensburger Domspatz unter der Leitung von Domkapellmeister Theobald Schrems und studierte anschließend Dirigieren, Gesang, Katholische Kirchenmusik und Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Seine Lehrer waren u.a. Prof. Karl Richter (Orgel), Prof. Otto Winkler (Dirigieren), Prof. Adolf Rüdiger (Gesang), Prof. Fritz Schieri (Chorleitung).

Schon während seines Studiums (1968) gründete er das Münchener Barockensemble aus Mitstudenten der Musikhochschule. Dieses als Kammerorchester disponierte Ensemble begleitet bis heute neben eigenen Orchesterkonzerten Aufführungen des Lassus-Chores.

Seit 1972 war Bernward Beyerle hauptamtlicher Kantor in verschiedenen Münchener Kirchen, zuletzt seit 1978 in der Mariahilfkirche München. Ebenfalls 1972 übernahm er die künstlerische Leitung des Lassus-Musikkreises München von seinem Vater, Bernward Beyerle (1911 - 1977), der die Vereinigung 1957 gemeinsam mit Paul Winter gründete.
1978 folgte die Gründung des Lassus-Bläserensembles, eine Vereinigung hervorragender Blechbläser (Trompeter/ Posaunisten) der Münchner Orchesterszene.

1980 war Bernward Beyerle der Initiator der Internationalen Orgeltage München, bei denen bedeutendste Organisten aus aller Welt gastierten. (Gaston Litaize, Jean Langlais, Hans Haselböck, Peter Planyavsky, Fernando Tagliavini, Karl Richter, Franz Lehrndorfer, Augustinus Kropfreiter u.v.a.)
1984 und 1985 verwirklichte Bernward Beyerle mit seiner künstlerischen Leitung die Idee der Irseer Kulturtage.

1987 ernannte ihn Kardinal Friedrich Wetter zum Diözesanmusikdirektor und Leiter des Amtes für Kirchenmusik der Erzdiözese München und Freising. Im selben Jahr gestaltete er mit dem Lassus-Chor München und dem Bläserensemble den Festgottesdienst mit Papst Johannes Paul II. zur Seligsprechung von Pater Rupert Mayer im Münchener Olympiastadion.

2006 war Bernward Beyerle Initiator und Organisator der Tage neuer Kirchenmusik, bei denen unter dem Thema „Offenbarungen“ in 80 Kirchen des Erzbistums Werke von über 180 Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts aufgeführt wurden.

Er ist Herausgeber des fünfbändigen "Münchener Kantorale", das heute nahezu in allen deutschsprachigen Diözesen als Grundlage zum Kantorendienst erfolgreich eingesetzt wird.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande 1999.

Im November 2003 wurde Bernward Beyerle vom Papst zum Komtur des St. Sylvesterordens ernannt.